27.11.2018 - Migros Richtlinien „Nachhaltige Milch“

Im Frühjahr 2018 hat die Gruppe ELSA-Mifroma zusammen mit Partnern Richtlinien zur Produktion nachhaltiger Milch herausgebracht, die ab den 01.01.2019 verpflichtend für die zugehörigen Milchlieferanten sein werden. Die Richtlinien sind in die drei Bereiche Gesellschaft,  Umwelt und Wirtschaftlichkeit gegliedert. In jedem Bereich gibt es Grundanforderungen, die zwingend von den Milchproduzenten eingehalten werden müssen und freiwillige Module. Je nach Erfüllung der Anforderungen in den einzelnen Bereichen ergibt sich der jeweilige Auszahlungspreis für die Milch. Im Bereich Umwelt geht es hautsächlich um die Rationszusammensetzung. Das Füttern eines Mindestanteils an Wiesen- und Weidefutter, sowie Vorgaben über Höchstmengen an Kraftfutter und das Beziehen von Soja aus verantwortungsvoller Quelle zählen zu den Grundanforderungen. Der Bereich Gesellschaft beinhaltet Vorgaben rund um die Themen Tierhaltung (RAUS/BTS/Weidehaltung), Antibiotikaeinsatz, Kälbergesundheit und Herdengesundheit. Während es verpflichtend ist, dass jede Kuh einen Namen trägt, stellt die Herdengesundheitsvorsorge leider nur ein freiwilliges Modul dar. Trotzdem ist der Anreiz eines höheren Auszahlungspreises für die Nutztierpraktiker eine gute Chance, die Herdenbetreuung besser zu etablieren. Im Bereich Wirtschaftlichkeit wird Augenmerk auf die Lebtagesleistung gelegt, die von der Gesamtmilchmenge und der Nutzungsdauer abhängt. Ausserdem werden längere Verträge zwischen Produzenten und Molkereien angestrebt, um die Planungssicherheit der Betriebe zu erhöhen.

Richtlinien Migros "Nachhaltige Milch"

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