Sanierung von S. aureus GTB

Der Rindergesundheitsdienst hat in Zusammenarbeit mit Agroscope und der Universität Bern einen Leitfaden zur Sanierung von Milchviehbetrieben mit Staphylokokkus aureus Genotyp B Problemen rausgegeben.

 

Leitfaden zur Sanierung von Betrieben mit Staphylokokkus aureus Genotyp B Problemen in Schweizer Milchviehherden

1. Einleitung

  • S. aureus Genotyp B ist ansteckend und hoch euterspezifisch.
  • Die Ausscheidung von S. aureus Genotyp B korreliert nicht mit einer erhöhten Zellzahl und erfolgt intermittierend.
  • Die Dauer der Sanierung ist abhängig von der Prävalenz der infizierten Kühe im Betrieb, der Betriebsgrösse, vom Willen und den Möglichkeiten des Landwirtes, die Massnahmen umzusetzen.
  • In der Regel dauert eine Sanierung 3 - 7 Monate.
  • Untersuchung der Milchproben erfolgt mittels PCR – Nachweis: adlb-Gen durch Agroscope zertifizierte Labore.
  • Kosteneinsparung: Pooling von Milchproben im Labor, gemäss Vermerk auf Formular;

2. Gründe für eine Sanierung

3. Beprobung

4. Risikofaktoren im Betrieb

  • Melken von Kühen mit unterschiedlichen Infektionsstatus mit demselben Melkzeug ohne Einhalten einer Melkreihenfolge;
  • Melken mit Melkzeug, welches mit Milch kontaminiert ist (Risikofaktor: Innenfläche des Melkbechers);
  • Chronisch infizierte Tiere erhalten den Infektionsstatus in der Herde aufrecht.
  • Frisch abgekalbte, zugekaufte oder gealpte Kühe sind als Erregerreservoir zu betrachten.
  • Nichteinhalten der Melkhygiene und -routine;
  • Melken mit einer nicht gewarteten Melkanlage;

5. Die Vorgehensweise während der Sanierung

Die Vorgehensweise während der Sanierung , dabei ist zu beachten:

  • Alle laktierenden Kühe (> 14 Tage p.p.) ausser denen aus der roten Gruppe werden monatlich untersucht.
  • Pooling der Milchproben der grünen Gruppe im Labor;

6. Der Gruppenwechsel während der Sanierung

Der Gruppenwechsel während der Sanierung, dabei ist zu beachten:

  • Nur zweimal nacheinander GTB-negative Kühe werden in der grünen Gruppe gemolken.
  • Kühe mit einem positiven Ergebnis sind in der roten Gruppe zu melken.
  • Kühe bleiben solange in der orangen Gruppe, bis sie zwei negative Ergebnisse vorliegen.

7. Massnahmen

Folgende priorisierte Massnahmen sind strikt umzusetzen für die Dauer der Sanierung und im Anschluss beizubehalten:

  • Strenge Einhaltung der Melkreihenfolge in Gruppen;
  • Reinigung der Melkanlage nach jedem Melken gemäss Herstellerempfehlung;
  • Dippen mit einem jodhaltigen Mittel mit Non-Return Dippbecher sofort nach Abnahme des Melkaggregats;
  • Tiere konsequent beproben und behandeln;
  • Unheilbare Kühe ausmerzen;
  • Testen neuer Kühe vor Integration in die Herde;
  • Ein Einwegtuch/ Holzwolle pro Kuh für die Reinigung der Zitzen;
  • Regelmässige Wartung der Melkanlage und Austausch der Zitzengummis;
  • Handschuhe beim Melken anziehen und zwischendurch Reinigung dieser mit einem Zitzendesinfektionstuch;
  • Vermeidung von Lufteinbrüchen beim Ansetzen des Melkzeugs und Blindmelken;

8. Therapie

  • Behandlungsempfehlung während der Laktation, gemäss Antibiogramm;
  • Empfohlene Präparate: Ubrolexin® während der Laktation und mit einem cloxacillinhaltigen Präparat trockenstellen (max. 2 Behandlungen inkl. Trockensteller);
  • In neueren Studien (Agroscope) und im Tessiner Ressourcen Projekt wurde Ubrolexin® eine hohe Heilungrate von > 90 % während der Laktation erreicht.
  • Dieser Therapieansatz entspricht der «second line» aus dem Therapieleitfaden vom BLV.
  • Alle vier Viertel der Kuh werden gleichzeitig intramammär über 5 Tage behandelt. Das ist eine Anwendung welche Auswirkung auf die Dauer der Wartezeit hat.
  • Eine pauschale Anpassung der Wartezeit ist nicht möglich, manche Kühe sind nach Einhaltung der angegebenen Wartezeit immer noch hemmstoffpositiv, weswegen das Testen der Milch vor Ablieferung empfohlen wird.
  • Falls nicht alle Kühe gleichzeitig behandelt werden können, dann empfiehlt sich die «gestaffelte Therapie»: Behandlung aller S. aureus GTB positiven Kühe erster und zweiter Laktation mit einer Zellzahl < 150.000/ml. Nachdem diese nach getesteten Tiere in der grünen Gruppe sind, werden weitere Kühe behandelt.

9. Ausmerzen

Ausmerzen von Kühen,

… die trotz zwei Behandlungen, in der Nachbeprobung positiv sind.

… die zusätzlich an anderen Krankheiten leiden und deren Zukunft auf dem Betrieb fraglich ist.

… die Resistenzen gegen Aminoglycosid- und Beta Laktam-Antibiotika haben.

10. Trockenstellmanagement:

Über die Gesamtdauer der Sanierung sollten alle Kühe oder zumindest die ehemals GTB-positiven mit einem cloxacillinhaltigen Trockensteller galtgestellt werden. Es bedarf keiner Extrabehandlung der Tiere vor dem Trockenstellen!

11. Langfristige Überwachung des Erfolgs

Wir empfehlen eine monatliche Tankmilchprobenuntersuchung in den ersten 5 Monaten nach Abschluss der Sanierung. Besonders in Betrieben mit erhöhten Zukaufsraten und Alpzugängen sollten fortlaufend Tankmilchproben im Abstand von 6 Monaten zur Untersuchung eingeschickt werden.

12. Biosicherheit

Der Begriff «Biosicherheit» summiert alle Aktionen die unternommen werden sollten, um eine Herde zu schützen. Es gibt jedoch keine Garantie, dass es nicht zu einer Neuinfektion kommt. Nach einer erfolgreichen Sanierung ist eine Herde S. aureus Genotyp B frei. Der Erreger kann aber erneut in die Herde eingeschleppt werden.

  • Zugekaufte Tiere vor Eingliederung in die Herde zweimal auf S. aureus Genotyp B testen, denn nur zweimal negativ getestete Tiere werden mit der Herde zusammen gemolken.
  • Vermeiden Sie wenn möglich das Melken der Kühe mit betriebsfremden Melkzeug, wie z. Bsp. bei einer mehrtägigen Ausstellung.
  • Gealpt werden nur zweimal S. aureus Genotyp B negative Kühe.

 

Stand: Juli 2019

Für Fragen steht das RGD Team Bern Ihnen gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns unter der Tel. Nr. 031 631 22 60 oder rgdssb@vetsuisse.unibe.ch

Leitfaden zur Sanierung von Betrieben mit Staphylokokkus aureus Genotyp B Problemen in Schweizer Milchviehherden

1. Gründe für eine Sanierung

2. Wissenswertes

  • S. aureus Genotyp B ist ansteckend und hoch euterspezifisch.
  • Die Ausscheidung von S. aureus Genotyp B korreliert nicht mit einer erhöhten Zellzahl und erfolgt nur zeitweise.
  • Die Dauer der Sanierung ist abhängig von der Krankheitshäufigkeit der infizierten Kühe im Betrieb, der Betriebsgrösse, vom Willen und den Möglichkeiten des Landwirtes, die Massnahmen umzusetzen.
  • In der Regel dauert eine Sanierung 3 - 7 Monate.
  • Für die korrekte Probenentnahme und Einsendung setzen Sie sich bitte mit Ihrem Bestandestierarzt/tierärztin in Verbindung.

3. Beprobung

  • Bei Verdacht: Tankmilchuntersuchung (bis zu 138 Kühe pro Tank) möglich;
  • Beprobung aller Kühe 14 Tage nach der Kalbung oder eine Woche nach Ende der offiziellen Absetzfrist – anhand der Resultate erfolgt die Gruppeneinteilung für die Melkreihenfolge;
  • Für die Beprobung eines Einzeltieres ist die Entnahme einer sauberen Milchprobe (alle vier Viertel pro Röhrchen) ausreichend, sofern spezifisch auf S. aureus Genotyp B untersucht werden soll.
  • Grundsätzlich werden die Proben während des Melkens entnommen, nach der Eutervorbereitung -Vormelken und Reinigung.

4. Risikofaktoren im Betrieb

  • Melken von Kühen mit unterschiedlichen Ansteckungsstatus mit demselben Melkzeug ohne Einhaltung der Melkreihenfolge;
  • Melken mit Milchkontaminiertem Melkzeug;
  • Chronisch infizierte Tiere erhalten den Infektionsstatus in der Herde;
  • Frisch abgekalbte, zugekaufte oder gealpte Kühe sind als Erregerreservoir zu betrachten.
  • Nichteinhaltung der Melkhygiene und -routine;
  • Das Melken mit einer nichtgewarteten Melkanlage;

5. Die Vorgehensweise während der Sanierung

Die Vorgehensweise während der Sanierung, dabei ist zu beachten:

  • Alle laktierenden Kühe (> 14 Tage in Milch), ausser denen aus der roten Gruppe müssen monatlich untersucht werden.
  • Die wichtigste Aufgabe des Landwirts ist es, die Übertragung des Errgers während der Melkzeit zu verhindern. Das wird vor allem durch das Melken der Tiere in Gruppen erreicht.
  • Der Gruppenwechsel der Kühe unterliegt dem Aufgabenbereich des Bestandestierarztes/tierärztin.

6. Massnahmen

Folgende priorisierte Massnahmen sind strikt umzusetzen für die Dauer der Sanierung und im Anschluss beizubehalten:

  • Strenge Melkreihenfolge nach Gruppen;
  • Reinigung der Melkanlage nach jedem Melken gemäss Herstellerempfehlung;
  • Dippen mit einem jodhaltigen Mittel mit Non-Return Dippbecher sofort nach Abnahme des Melkzeugs;
  • Tiere konsequent beproben und behandeln;
  • Unheilbare Kühe ausmerzen;
  • Testen neuer Kühe vor Integration in die Herde;
  • Ein Einwegtuch/Holzwolle pro Kuh für die Zitzenreinigung;
  • Regelmässige Wartung der Melkanlage und Austausch der Zitzengummis;
  • Handschuhe beim Melken anziehen und diese zwischendurch mit einem Zitzendesinfektionstuch reinigen;
  • Lufteinschlüsse beim Ansetzen des Melkzeugs und Blindmelken vermeiden;

7. Therapie

  • Wir empfehlen die Behandlung während der Laktation, weitere Informationen zur Behandlung erhalten Sie bei Ihrem Bestandestierarzt/tierärztin oder bei den MitarbeiterInnen des RGD.
  • Falls nicht alle Kühe gleichzeitig behandelt werden können, dann empfiehlt sich die «gestaffelte Therapie»: Behandlung aller S. aureus GTB positiven Kühe erster und zweiter Laktation mit einer Zellzahl < 150.000/ml. Nachdem diese nach getesteten Tiere in der grünen Gruppe sind, werden weitere Kühe behandelt.

8. Ausmerzung

Ausmerzen von Kühen,

… die trotz zwei Behandlungen, in der Nachbeprobung positiv sind.

… die zusätzlich an anderen Krankheiten leiden und deren Zukunft auf dem Betrieb fraglich ist.

… die Resistenzen gegen Aminoglycosid- und Beta Laktam-Antibiotika haben.

9. Trockenstellmanagement:

Über die Gesamtdauer der Sanierung sollten alle Kühe oder zumindest die ehemals GTB-positiven mit einem cloxacillinhaltigen Trockensteller galtgestellt werden. Es bedarf keiner Extrabehandlung der Tiere vor dem Trockenstellen!

10. Langfristige Überwachung des Erfolgs

Wir empfehlen eine monatliche Tankmilchprobeuntersuchung in den ersten 5 Monaten nach Abschluss der Sanierung. Besonders in Betrieben mit erhöhten Zukaufsraten und Alpzugängen sollten fortlaufend Tankmilchproben im Abstand von 6 Monaten zur Untersuchung eingeschickt werden.

11. Biosicherheit

Schützen Sie Ihre Herde indem Sie:

  • Zugekaufte Tiere vor Eingliederung in die Herde zweimal auf S. aureus Genotyp B testen, denn nur zweimal negativ getestete Tiere werden mit der Herde zusammen gemolken.
  • Vermeiden Sie wenn möglich das Melken der Kühe mit betriebsfremden Melkzeug, wie z. Bsp. bei einer mehrtägigen Ausstellung.
  • Gealpt werden nur zweimal S. aureus Genotyp B negative Kühe.

 

Stand: Juli 2019

Für Fragen steht das RGD Team Bern Ihnen gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns unter der Tel. Nr. 031 631 22 60 oder rgdssb@vetsuisse.unibe.ch

 

Linea guida per il risanamento delle aziende da latte colpite dallo SAGB

1. Introduzione

  • Lo SAGB è contagioso e la mammella è l’organo serbatoio.
  • L’eliminazione dello SAGB non è correlata ad un aumento delle cellule somatiche ed è intermittente.
  • La durata del risanamento dipende dalla prevalenza delle bovine infette in stalla, le dimensioni della mandria, la volontà e le possibilità dell’allevatore a rispettare le misure necessarie al risanamento della sua stalla.
  • Normalmente un risanamento dura 3-7 mesi.
  • L’analisi dei campioni di latte viene effettuata da laboratori certificati da Agroscope, attraverso la ricerca del gene adlb (PCR).
  • Diminuzione dei costi: pooling dei campioni di latte in laboratorio, come indicato sul modulo.

2. Motivi per risanare

3. Campionamento

  • In caso di sospetto: analisi latte di mescolanza (possibile fino a 138 animali per cisterna);
  • Campionamento di tutte le vacche 14 giorni dopo il parto oppure una settimana dopo la fine del tempo di sospensione ufficiale – sulla base dei risultati viene definito l’ordine di mungitura delle vacche;
  • Prelievo dei campioni di latte dopo la pulizia del capezzolo (tutti i quattro quarti in una provetta, non è necessario un prelievo sterile);
  • In linea generale il campionamento avviene durante la mungitura, dopo la preparazione della mammella (spillare i primi getti di latte in un bicchiere a fondo nero e pulire i capezzoli).

4. Fattori di rischio in azienda

  • Mungere vacche infette e vacche sane con il medesimo aggregato senza rispettare un ordine di mungitura;
  • Mungere con macchine di mungitura contaminate da latte infetto (fattore di rischio: superficie interna del gruppo di mungitura);
  • Gli animali cronici mantengono l’infezione in azienda;
  • Vacche nella prima fase di lattazione, acquistate o di rientro dall‘alpeggio sono da considerarsi animali a rischio;
  • Carenze nell‘igiene e nella routine di mungitura;
  • Mungere con impianti fuori norma;

5. L’approccio durante il risanamento

Durante il risanamento, si deve considerare che:

  • Tutte le bovine (>14 giorni dopo il parto), escluse quelle nel gruppo rosso, vengono testate mensilmente.
  • Pooling dei campioni delle bovine del gruppo verde in laboratorio;

6. Aggiornamento dei gruppi di mungitura durante il risanamento

Durante il risanamento, si deve considerare che:

  • Nel gruppo verde sono munte solo le vacche con due test consecutivi negativi al GTB;
  • Bovine con un esito positivo devono essere munte nel gruppo rosso;
  • Le bovine rimangono nel gruppo arancione fino a quando non hanno due esiti negativi consecutivi;

7. Misure

Le misure qui di seguito devono essere attuate rigorosamente per l’intera durata del risanamento e mantenute anche a risanamento concluso:

  • Rispetto rigoroso dell’ordine di mungitura;
  • Lavaggio dell’impianto di mungitura seguendo le indicazioni del produttore;
  • Post-dipping con prodotto a base di iodio con bicchiere senza ritorno subito dopo lo stacco del gruppo di mungitura;
  • Trattare gli animali positivi il prima possibile dopo il campionamento;
  • Le bovine con infezione intramammaria resistente alla terapia vanno eliminate il prima possibile;
  • Testare gli animali acquistati prima del loro ingresso in azienda;
  • Una salvietta monouso / paglia di legno per animale;
  • Manutenzione regolare dell’aggregato e sostituzione delle tettarelle deteriorate;
  • Indossare i guanti durante la mungitura e, tra una bovina e l’altra, passarli con salviette monouso disinfettanti;
  • Evitare i vuoti d’aria al momento dell’attacco del gruppo di mungitura e con i quarti ciechi;

8. Terapia

  • È raccomandato il trattamento in lattazione, secondo l’antibiogramma;
  • Prodotto consigliato: in lattazione Ubrolexin® e per la messa in asciutta prodotti a base di cloxacillina (max. due trattamenti, asciutta inclusa);
  • Nei nuovi studi di Agroscope e nel Progetto di Risorse in Canton Ticino è stato raggiunto un tasso di guarigione in lattazione superiore al 90% con Ubrolexin®;
  • Quest’indicazione terapeutica corrisponde alla seconda linea dei principi attivi antimicrobici consigliati dalle linee guida dell‘USAV;
  • Devono essere trattati contemporaneamente tutti i 4 quarti della bovina infetta per 5 giorni. Questo utilizzo ha conseguenze sulla durata del tempo d'attesa.

  • Non è possibile definire un tempo di attesa, poichè alcune vacche sono risultate positive alle sostanze inibenti anche dopo il tempo di attesa prestabilito, pertanto è consigliato testare il latte prima del conferimento.

  • Nel caso non sia possibile trattare contemporaneamente tutte le bovine infette consigliamo un trattamento frazionato della mandria: trattare tutte le bovine positive allo Stafilococco aureo GTB di prima e seconda lattazione con un numero di cellule somatiche < 150.000/ml. Una volta che queste bovine, testate due volte dopo la terapia, entrano nel gruppo verde, anche le altre bovine possono essere trattate.

9. Macellazione

Eliminare le bovine

… che nonostante due trattamenti (compresa l’asciutta), risultino al controllo ancora positive.

… che, a causa di altre patologie concomitanti, rendano incerto il loro futuro in stalla.

… con ceppi resistenti agli amminoglicosidici e beta lattamici.

10. Gestione dell‘asciutta

Durante tutta la durata del risanamento tutte le bovine, o almeno quelle positive al GTB, dovrebbero essere trattate in asciutta con un prodotto a base di cloxacillina. Un trattamento aggiuntivo prima di asciugare le bovine non è raccomandato!

11. Monitoraggio a lungo termine

Consigliamo un controllo mensile del latte di mescolanza per i primi 5 mesi dopo il risanamento. In particolar modo le aziende che hanno dei flussi di animali in entrata costanti (alpeggio o commercio) dovrebbero organizzare dei controlli del latte di mescolanza semestrali.

12. Biosicurezza

Il termine biosicurezza comprende tutte le azioni intraprese per proteggere l’azienda. Dopo un risanamento completo la mandria è libera dallo S. aureo GTB, ma il rischio di nuove infezioni non è azzerato.

  • Gli animali acquistati, prima d’essere munti insieme al resto della mandria, devono essere testati due volte e risultare negativi ad entrambi i test.
  • Evitare di mungere le bovine con gruppi di mungitura esterni alla propria azienda, per esempio durante le mostre o fiere.
  • Vengono estivate solo bovine negative a due controlli consecutivi.

 

Stato: luglio 2019

Per domande il team SBB di Berna rimane volentieri a vostra disposizione. Siamo raggiungibili al n. di telefono 031 631 22 60 o per mail a rgdssb@vetsuisse.unibe.ch

Linea guida per il risanamento delle aziende da latte colpite dallo SAGB

1. Motivi per risanare

2. Introduzione

  • Lo SAGB è contagioso e la mammella è l’organo serbatoio.
  • L’eliminazione dello SAGB non è correlata ad un aumento delle cellule somatiche ed è intermittente.
  • La durata del risanamento dipende dalla prevalenza delle bovine infette in stalla, le dimensioni della mandria, la volontà e le possibilità dell’allevatore a rispettare le misure necessarie al risanamento della sua stalla.
  • Normalmente un risanamento dura 3-7 mesi.
  • Per un corretto prelievo e spedizione dei campioni di latte prendete contatto con la/il vostra/o veterinaria/o aziendale.

3. Campionamento

  • In caso di sospetto: analisi latte di mescolanza (possibile fino a 138 animali per cisterna);
  • Campionamento di tutte le vacche 14 giorni dopo il parto oppure una settimana dopo la fine del tempo di sospensione ufficiale – sulla base dei risultati viene definito l’ordine di mungitura delle vacche;
  • È sufficiente il prelievo dei campioni di latte dopo la sola pulizia del capezzolo (tutti i quattro quarti in una provetta, non è necessario un prelievo sterile), poiché il test utilizzato è altamente specifico per lo SAGB.
  • In linea generale il campionamento avviene durante la mungitura, dopo la preparazione della mammella (spillare i primi getti di latte in un bicchiere a fondo nero e pulire i capezzoli con materiale monouso).

4. Fattori di rischio in azienda

  • Mungere vacche infette e vacche sane con il medesimo aggregato senza rispettare un ordine di mungitura;
  • Mungere con macchine di mungitura contaminate da latte infetto (fattore di rischio: superficie interna del gruppo di mungitura);
  • Gli animali cronici mantengono l’infezione in azienda;
  • Vacche nella prima fase di lattazione, acquistate o di rientro dall‘alpeggio sono da considerarsi serbatoio dell'infezione.
  • Carenze nell‘igiene e nella routine di mungitura;
  • Mungere con impianti fuori norma;

5. L’approccio durante il risanamento

Durante il risanamento, si deve considerare che:

  • Tutte le bovine (>14 giorni p.p.), escluse quelle nel gruppo rosso, vengono testate mensilmente.
  • Il compito più importante dell’allevatore è quello d’impedire la trasmissione dello SAGB durante la mungitura. Ciò è possibile principalmente rispettando l’ordine di mungitura.
  • Cambiamenti dell’ordine e dei gruppi di mungitura sono di responsabilità del veterinario aziendale.

6. Misure

Le misure qui di seguito devono essere attuate rigorosamente per l’intera durata del risanamento e mantenute anche a risanamento concluso:

  • Rispetto rigoroso dell’ordine di mungitura;
  • Lavaggio dell’impianto di mungitura seguendo le indicazioni del produttore;
  • Post-dipping con prodotto a base di iodio con bicchiere senza ritorno subito dopo lo stacco del gruppo di mungitura;
  • Trattare gli animali positivi il prima possibile dopo il campionamento;
  • Le bovine con infezione intramammaria resistente alla terapia vanno eliminate il prima possibile;
  • Testare gli animali acquistati prima del loro ingresso in azienda;
  • Una salvietta monouso / paglia di legno per animale;
  • Manutenzione regolare dell’aggregato e sostituzione delle tettarelle deteriorate;
  • Indossare i guanti durante la mungitura e, tra una bovina e l’altra, passarli con salviette monouso disinfettanti;
  • Evitare i vuoti d’aria al momento dell’attacco del gruppo di mungitura e con i quarti ciechi;

7. Trattamento

  • È raccomandato il trattamento in lattazione, ulteriori informazioni sulla terapia vi verranno fornite dal vostro veterinario aziendale o dai collaboratori del Servizio sanitario bovino.
  • Nel caso non sia possibile trattare contemporaneamente tutte le bovine infette consigliamo un trattamento frazionato della mandria: trattare tutte le bovine positive allo Stafilococco aureo GTB di prima e seconda lattazione con un numero di cellule somatiche < 150.000/ml. Una volta che queste bovine, testate due volte dopo la terapia, entrano nel gruppo verde, anche le altre bovine possono essere trattate.

8. Macellazione

Eliminare le bovine

… che nonostante due trattamenti (compresa l’asciutta), risultino al controllo ancora positive.

… che, a causa di altre patologie concomitanti, rendano incerto il loro futuro in stalla.

… con ceppi resistenti agli amminoglicosidici e beta lattamici.

9. Gestione dell‘asciutta

Durante tutta la durata del risanamento tutte le bovine, o almeno quelle positive al GTB, dovrebbero essere trattate in asciutta con un prodotto a base di cloxacillina. Un trattamento aggiuntivo prima di asciugare le bovine non è raccomandato!

10. Monitoraggio a lungo termine

Consigliamo un controllo mensile del latte di mescolanza per i primi 5 mesi dopo il risanamento. In particolar modo le aziende che hanno dei flussi di animali in entrata costanti (alpeggio o commercio) dovrebbero organizzare dei controlli del latte di mescolanza semestrali.

11. Biosicurezza

Proteggi la tua azienda:

  • Gli animali acquistati, prima d’essere munti insieme al resto della mandria, devono essere testati due volte e risultare negativi ad entrambi i test.
  • Evitare di mungere le bovine con gruppi di mungitura esterni alla propria azienda, per esempio durante le mostre o fiere.
  • Vengono estivate solo bovine negative a due controlli consecutivi.

 

Stato: luglio 2019

Per domande il team SBB di Berna rimane volentieri a vostra disposizione. Siamo raggiungibili al n. di telefono 031 631 22 60 o per mail a rgdssb@vetsuisse.unibe.ch